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Johannes Kreidler Komponist

RAM microsystems (2005)

Performance für Joysticks / Computer

Dauer: ca. 7'

UA: 19.3.2005 Galerie Andersen, Arhus / Dänemark, Johannes Kreidler

 

Joystick-Performance, über zwanzig Mal international gespielt. Theorie dazu gibt es im Essay Instrument design.

Programmtext

„Komponieren bedeutet, ein Instrument bauen“ (H. Lachenmann, Über das Hören).

Random access memory (RAM) ist der Arbeitsspeicher eines Computers, sozusagen sein Kurzzeitgedächtnis, wo Daten in hoher Geschwindigkeit bearbeitet werden können. Die dort stattfindende blockhaft-sukzessive Abarbeitung von Daten und das Bild vorübergehender Menschen inspirierten mich zu sehr schnellen Klänge-Sequenzen.
In dieser Performance wird mit dem Computer laufend aus ca. 350 verschiedenen Samples gelesen und dies als improvisatorisches Material gestaffelt und manipuliert. Zur Steuerung dient das eigens designte Instrument haptles, einem umprogrammierten Flugsimulationsjoystick zur haptischen Steuerung von Samples. So kann sehr physische Aktivität übertragen werden auf Expressivität in synthetischem Material, dem sonst gerne nachgesagt wird, es sei leblos.

Random access memory (RAM) is the working storage of a computer, so to say his short-term memory, where data can be edited in high speed. There, operations always develop systematic coherences, for instance when working out separated domains in successive blocks. That is not very different from the human brain. In this performance, a computer reads out permanently from about 350 samples. As improvised material, they will be staggered and transformed with the self-designed intrument haptles, a reprogrammed flight simulator joystick to have a haptic control over samples.

 

studio recording (unfortunately mono, the original was with lots of panning).

Johannes Kreidler, march 2005

Mehr Infos und Ausschnitte:

 

Eine Aufführung in Seia / Portugal am 16.12.2007:

 

In einem Workshop mit Kindern in Portugal durfte das Gerät angefasst werden: