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Johannes Kreidler Komponist

Elf konzeptuelle Stücke (2015)

Pointilism

 

Siehe auch

Soli

 

 

 

 

Time is Pitch

 

 

Anfanglosigkeit

Siehe dazu auch: Text Das Shutter-Prinzip.

...eine rhythmische, semantische und performative Etüde, bei der es um das Öffnen und Schließen eines Flügels geht. In immer anderen Kombinationen werden die klappbaren Elemente des Flügels – Vorderdeckel, Hinterdeckel, Tastenklappe, Notenpult, Deckelstützen, Schlossleiste betätigt; ist vorne gerade mal offen, wird auch ein Akkord angeschlagen, ansonsten verbleibt alles im Visuellen, aber klar und schnell rhythmisiert, und freilich ist es eine Aktion der körperlichen Strapaze, wenn etwa der schwere große Deckel dutzende Male hoch und runter gestemmt wird, bis zur Erschöpfung des Performers (dann wird das Publikum gebeten, mitanzupacken); thematisch geht es um die Vorbereitung von Musikaufführungen, der Flügel als Fitnessobjekt, ein Kreislauf im Vorbereiten ohne Ziel – ›der Anfang ist das Resultat‹ (Hegel).
Diese größtenteils nur visuelle Aktion, die ich aber aufgrund des Rhythmus‘ und der Thematik dennoch der Musik zurechnen würde (der ›erweiterte Musikbegriff‹), wird auch noch rhythmisiert durch eine live mit einer Webcam übertragene Projektion des Ganzen auf eine Leinwand nebenan – wiederum im Shutterschema durchgängig an-aus-an-aus (im Intervall 588 Millisekunden). Oben drüber steht der Titel. Das Setup ist entfernt angelehnt an Joseph Kosuths Pionierwerk der Concept-Art, One and three chairs, bei dem ein Stuhl, dessen fotografische Reproduktion in gleicher Größe und ein Lexikonartikel über den Begriff »Stuhl« nebeneinander ausgestellt werden. In meinem Fall dient die Reproduktion durch Video ebenfalls nicht der üblichen Funktionen wie Vergrößerung oder Übertragung, sondern der Verdopplung in einem anderen Medium, und der rhythmischen Strukturierung durch den Shutter.

Text Clapping

 

Siehe auch die Version mit Texten von Seth Kim-Cohen

Aufführung in Sydney mit Publikumsbeteiligung

!-pieces

Soundfile, veröffentlicht auf der LP zum 10. Geburtstag des Nadar Ensemble, erstmals präsentiert bei den Darmstädter Ferienkursen 2016.

Numbering

Deutsche Version (als Teil von "Infinissage")

 

Englische Version (Warschauer Herbst 2015)

 

Eine weitere Aufführung

"Der Spuk läßt sich weder klassifizieren noch zählen, er ist die Zahl selbst, er ist zahllos, unzählbar wie die Zahl, man kann nicht auf ihn zählen und nicht mit ihm rechnen. Es gibt nur einen, und schon gibt es zuviel davon. Er wuchert, man kann seine Sprößlinge oder seine Zinsen, seine Supplemente oder Mehrwerte nicht mehr zählen (dieselbe Figur assoziierte auf griechisch, Platon wußte darum, den Sprößling des Vaters mit dem Zins des Kapitals oder des Guten). Denn das singuläre Phantom, das Phantom, das diese unkalkulierbare Vielfalt erzeugt, das Ur-Gespenst, ist ein Vater oder es ist das Kapital. Diese beiden abstrakten Körper sind einer wie der andere sichtbar-unsichtbar. Erscheinungen ohne Person. Das untersagt nicht die Spekulation, im Gegenteil. Es untersagt auch nicht die Begierde, zu zählen, was sich nicht zählen läßt."
(Derrida, Marx' Gespenster)

Schuhwerk für Schubert und Schumann / Zueignung

 

I <3 minor 2nd

 

Eine weitere Aufführung

Suddenly

The gap between two pieces of music